Hintergrund

Die Kölner Kette 1999

 Am 19. Juni 1999 wurde ganz Köln zur erlassjahr-Stadt: an diesem Tag bildeten über 40.000 Demonstranten eine riesige Menschenkette, welche die Staats- und Regierungschefs der G8 umzingelte. Selbige hielten zeitgleich ihren G8-Gipfel ab und sahen sich plötzlich mit Tausenden von erlassjahr Regenbogenschals und 17 Millionen Unterschriften für faire Finanzbeziehungen zwischen den ärmsten und den reichsten Ländern der Welt konfrontiert.

Aus allen Teilen Deutschlands und sogar aus ganz Europa waren die Demonstranten angereist und so wurde aus der politischen Meinungsäußerung gleichzeitig auch ein buntes und fröhliches Volksfest. Und zwar eines, das zusätzlich auch noch erfolgreich war: die G8-Staaten beschlossen damals die Einführung der Entschuldungsinitiative HIPC und ermöglichten damit die Entschuldung von 41 armen Ländern. Die Beschlüsse haben u.a. dazu geführt, dass mehr Kinder zur Schule gehen können, mehr Geld für die medizinische Grundversorgung zur Verfügung steht und die Armutsbekämpfung vorangeschritten ist. Die Folgejahre und insbesondere die aktuelle Weltfinanzkrise beweisen jedoch, dass das Problem der Verschuldung mit den Beschlüssen des Kölner Gipfels 1999 nicht gelöst ist.

Das zehnjährige Jubiläum der Kölner Kette soll deshalb nicht nur dazu dienen, interessierte Menschen zusammen zu bringen und zu feiern. Das aus der Menschenkette von Köln entstandene Bündnis erlassjahr.de will zudem kritisch auf das Erreichte zurückblicken und vor dem Hintergrund der Weltfinanzkrise einen Blick in die Zukunft wagen.

Das Programm der Jubiläumsfeierlichkeiten finden Sie hier.