Mannheim, 19.05.2012

Erlassjahr wichtigstes Mittel gegen die Schuldenkrise

Bundesfinanzminister Schäuble hat gestern auf einem Katholikentagspodium die Idee des Erlassjahrs als Mittel gegen die Schuldenkrise zurückgewiesen. Tatsächlich ist der verlässliche Erlass von Schulden - im Falle der Insolvenz des Schuldners - der einzige Weg zu einem ordentlichen Neuanfang.

Auch die Bundesregierung hat, nachdem sie die Insolvenz Griechenlands nun beinahe zwei Jahre lang verschleppt hat, im Februar einem Schuldenschnitt zugestimmt. Viel zu spät hat sie sich auf ihren eigenen Koalitionsvertrag besonnen, in dem die Schaffung eines fairen Staateninsolvenzverfahrens zum Ziel erklärt wird. Damit hat sie die Krise für alle Beteiligten verteuert und Griechenland fast unregierbar gemacht.

erlassjahr.de und die irische Debt and Development Coalition stellen heute auf dem Katholikentag das Konzept eines vom biblischen Erlassjahr-Gedanken inspirierten Staateninsolvenzverfahrens vor:

Samstag, 19.05.2012, von 16:00 bis 17:30 Uhr,
in Raum E04, Friedrich-List-Schule, C 6, 1, 68159 Mannheim

Schuldenexperte Jürgen Kaiser, politischer Koordinator von erlassjahr.de, und Nessa ní Chasaide, Koordinatorin der irischen Schulden- und Entwicklungskoalition, entwirren in anderthalb Stunden die Erfahrungen mit Schuldenkrisen von Burundi bis Griechenland und zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten im Sinne des Erlassjahres auf.

erlassjahr.de ist vom 17. bis einschließlich 19. Mai 2012 mit einem Stand auf dem Schillerplatz in Mannheim vertreten.

Bei Rückfragen, in Mannheim vor Ort:
Sebastian Bonse, s.bonse (at) erlassjahr.de, mobil 0178-5489827