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04.11.2011
Keine Schritte zu einer nachhaltigen Lösung der Schuldenkrise - erlassjahr.de zum G20-Gipfel in Cannes
"Die Beschlüsse des G20-Gipfels werden zu keiner nachhaltigen Lösung der Schuldenkrise führen!"
Das Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und seine internationalen Bündnispartner in der Kampagne „Entschärft die Schuldenkrise" haben ihre Enttäuschung über die Ergebnisse des G20-Gipfels zum Ausdruck gebracht.
„Nach den Beschlüssen von Cannes werden die G20 in die nächste Staatsschuldenkrise ebenso unvorbereitet stolpern wie in die Griechenlands 2010. Es wird wieder wichtige Zeit verloren gehen, in denen die Gläubigerstaaten sich über das Vorgehen erst verständigen müssen", sagt Jürgen Kaiser, Koordinator von erlassjahr.de. „Die G20 haben - wie schon die G8 nach der Argentinienkrise 2003 - die Chance verpasst aus der Krise zu lernen und ein rechtsstaatliches Verfahren zu entwickeln, mit dem Staatsschulden schnell, wirksam und fair gegenüber allen Beteiligten reduziert werden können", schildert Jürgen Kaiser weiter.
Trotz der anhaltenden Finanzkrise in Europa und ihren fatalen Auswirkungen für das weltweite Finanzsystem, haben die Mitglieder der G20 es nicht geschafft, dass Problem gezielt an der Wurzel zu packen.
Die Mitglieder der Kampagne „Entschärft die Schuldenkrise" rufen daher alle Länder inner- und außerhalb der G20 dazu auf, sich für die Schaffung eines fairen und transparenten Verfahrens für den Umgang mit Staatsschulden einzusetzen. Die bisherige Praxis der Bankrettung und kurzfristigen Rettungspakete hat endgültig ausgedient und es braucht ein unabhängiges Verfahren, in dem Gläubiger und Schuldner über eine Reduzierung der Schulden verhandeln.
Internationale Institutionen, wie die Vereinten Nationen zusammen mit führenden Akademikern und zivilgesellschaftlichen Netzwerken, wie den Mitgliedern der Kampagne „Entschärft die Schuldenkrise" haben bereits Richtlinien für einen solchen Prozess ausgearbeitet., die durch die Mitglieder der G20 aufgenommen werden sollten.