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24.03.2012
Kampagnenaktion vor der irischen Botschaft in Washington
Obwohl der St. Patrick's Day schon einige Tage vorüber ist, wollten wir eine Meldung aus der letzten Woche dennoch nicht vorenthalten: Am 16. März 2012 veranstalteten das Jubilee USA Netzwerk zusammen mit unseren Partnerorganisationen aus Irland eine Aktion vor der irischen Botschaft in Washington. Mit dabei waren auch zwei Kobolde, die sich um einen Topf voller Gold stritten. Die beiden Streithähne symbolisierten dabei einerseits die Anglo-Irish Bank - die das Geld nicht verloren geben will - und andererseits die Europäische Zentralbank, die gierig die Beute zählte.
Zusammen mit weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern des irischen und amerikanischen Kampagnenbündnisses wurde der irischen Botschaft dann eine Petition übergeben, in der zum Zahlungsstop der Bankenrettungsmittel an die Anglo-Irish Bank aufgerufen wurde.
"Das sind keine schwierigen Denkprozesse, die da gemacht warden müssen: Die Zahlungen für eine tote, rücksichtslose Bank, die zudem eine Teilverantwortung für die aktuelle Finanzkrise trägt, müssen sofort eingestellt werden. Die irische Regierung sollte stattdessen sicherstellen, dass das Geld die Menschen in Irland erreicht", sagte Eric LeCompte, Leiter des Jubilee USA Netzwerks.
Die Anglo-Irish Bank finanzierte in der Vergangenheit vor allem Infrastrukturprojekte wie Einkaufszentren oder Golf-Parcours. Im Zuge der Finanzkrise wurde sie dann Opfer des wirtschaftlichen Abschwungs und geriet in Zahlungsnot. Statt die Bank pleite gehen zu lassen, entschied der irische Staat die Rettung der maroden Bank - bei heute zu extrem hohen Kosten für die Bürger Irlands (erlassjahr.de berichtete).
Die Aktion fand eine gute Resonanz in den amerikanischen Medien und wurde unter anderem in den TV-Sendern NBC und FOX aufgenommen.