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04.01.2012
Solidarität in der Schuldenkrise: griechische Orangen aus fairem Handel
Weil zur Zeit Zitrusfrüchte aus Südeuropa sehr gefragt sind, hat der Weltladen Dieburg in diesem Jahr etwas gänzlich neues aus dem fairen Handel im Angebot: fair gehandelte Orangen aus Griechenland vertrieben von Banafair.
In der Meldung auf der Internetseite des Weltladens heißt es, dass unter dem Diktat der Finanzmärkte dem Land ein Sparprogramm nach dem anderen verordnet, die Konjunktur abgewürgt, das Sozialsystem zusammengestrichen werde. Die Maßnahmen erinnerten an die rigiden Auflagen, die der Internationale Währungsfonds in der Vergangenheit Ländern den Entwicklungsländern als Gegenleistung für weitere Kredite und die Erhaltung der „Schulden“-Rückzahlungsfähigkeit aufgebürdet habe. Diese gingen immer zu Lasten der ärmeren Teile der Bevölkerung, so der Artikel weiter. Der Weltladen unterstützt die Forderungen von erlassjahr.de nach einem fairen und transparenten Insolvenzverfahren für Staaten und weist daneben gleichzeitig auf die aktuelle Kampagne von attac hin.
Im Kontakt mit einem befreundeten Biogroßhändler ist banafair auf die Erzeugervereinigung Bio Net West Hellas gestoßen. Das Netzwerk wurde 1998 gegründet und hat ca. 450 Mitglieder. Gerasimos Karantinos, Mitinitiator und heutiger Präsident des Bio Net, sagt: „Der ökologische Landbau ist ein Weg, den Menschen und der Umwelt auf eine offene und freundliche, kooperative Art und Weise zu begegnen.“
Die Organisation beschäftigt demnach Agrarwissenschaftler, leistet Beratungsarbeit und fördert soziale Programme in der Region. Z.B. unterstützt das Bio Net eine Einrichtung, die Menschen mit Behinderungen ein weitgehend selbständiges Leben ermöglicht.
Weitere Informationen zu den fair gehandelten Orangen (und natürlich auch zu weiteren Angeboten aus dem fairen Handel) gibt es auf der Internetseite des Weltladen Dieburg.