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20.03.2012
Fragen über Fragen: Diskussion zur internationalen Schuldenkrise im Stuttgarter Forum3
Weshalb verursacht ein kleines, südeuropäisches Land seit bald 2 Jahren pausenlos schlaflose Nächte bei den europäischen Finanzministern, obwohl es nicht einmal 2 Prozent der Wirtschaftsleistung der EU umfasst? Wie konnte sich Griechenland trotz weitgehend bekannter Defizite über ein Jahrzehnt so gravierend verschulden? Wie sah und sieht das europäische Schuldenmanagement aus und gehört es vielleicht mit zu den Ursachen der Krise heute? Was wäre anders gelaufen, hätte man die Schulden Griechenlands bereits im April 2010 restrukturiert?
All diese Fragen wurden am Montag, den 12.03.2011 im Kultur- und Jugendforum Forum 3 in Stuttgart in einer jungen und dynamischen Diskussionsgruppe zusammen mit Kristina Rehbein, Mitarbeiterin aus der erlassjahr-Geschäftsstelle, diskutiert.
Dabei interessierte die jungen Erwachsenen vor allem der anschließende Blick aufs Ganze: Ist die Staatsschuldenkrise in Europa nicht bloß eine weitere Episode der globalen Finanzkrise - und wenn ja, liegt das eigentliche Problem nicht viel tiefer im globalen Finanzsystem begründet?
Schaffen Verfechter des europäischen Rettungsschirms wie Deutschland nicht falsche Erwartungen an Finanzmarktteilnehmer durch die Illusion einer finanziellen „Brandschutzmauer"? Auch Deutschland ist doch hoch verschuldet. Was passiert, wenn klar wird, dass auch sie nicht unbegrenzt zahlungsfähig sind? Was bedeutet das für uns als Bevölkerung und Steuerzahler? Wie sieht es im Süden aus, welche Länder sind besonders gefährdet, gehen jedoch in der Euro-Debatte beinahe völlig unter? Warum hat man aus dem Süden nichts gelernt, der bereits seit 30 Jahren mit Schuldenkrisen kämpft?
Wenn auch Sie gerne eine ähnliche Diskussion zu aktuellem Zeitgeschehen veranstalten möchten, stellen wir Ihnen von erlassjahr.de gerne Referenten und Materialien zur Verfügung.