Blog | Sitemap | Kontakt | Impressum | Datenschutz
13.01.2012
Tagung zur Notwendigkeit der Einführung eines Insolvenzrechts für Staaten
„Griechenland zeigt uns, dass es sich um ein Phänomen handelt, welches
jeden Staat betreffen kann. Bislang gibt es keine ausreichend
rechtlichen Handhaben für die Bewältigung einer Staateninsolvenz. Einen
Schritt hin zur Verbesserung der bestehenden Situation ist die Schaffung
einer Instanz zur Schuldenregulierung, die von neutraler Seite aus das
Problem bewältigt“, sagt Professor Christoph G. Paulus.
Auf der Konferenz "A Debt Restructuring Mechanism for European Sovereigns - Do We Need a Legal Procedure?" diskutieren seit heute international renommierte Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik umfassend die Chancen und Risiken der Einführung eines Verfahrens zur Restrukturierung überschuldeter Staaten. Um neben der europäischen auch die globale Bedeutsamkeit der Fragestellung zu unterstreichen, nehmen der Chefsyndikus des IWF, Sean Hagan, und Prof. Dr. Ignacio Tirado von der Weltbank ebenfalls an der Konferenz teil.
Christoph G. Paulus ist Professor für Bürgerliches Recht, Zivilprozess- und Insolvenzrecht an der Humboldt-Universität. Er beschäftigt sich schon seit Jahren mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und Implikationen eines Insolvenzverfahrens für Staaten. An der Tagung nehmen internationale Finanz- und Insolvenzrechtexperten teil, um gemeinsam Nutzen und Nachteil eines möglichen Insolvenzverfahrens für Staaten zu erörtern. erlassjahr.de nimmt ebenfalls an der Koferenz teil und wird an dieser Stelle noch ausführlicher zu den Ergebnissen berichten.
Zur Konferenz hat Prof. Paulus auch ein Interview mit dem Deutschlandradio geführt, dass unter diesem Link angehört werden kann.