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Im Juni 2010 wurde gemeinsam mit zahlreichen entwicklungspolitischen Bündnissen ein Bericht zu den Milleniumsentwicklungszielen vorgestellt. Die Publikation heißt "5 vor 2015" und wurde von VENRO herausgegeben, dem Verband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen. erlassjahr.de hat sich an dem Kapitel zur Entwicklungsfinanzierung mit einem Beitrag zu den Schuldenerlassen beteiligt. Diese sind in den Milleniumsentwicklungszielen als ein wichtiges Instrument für faire finanzielle Beziehungen zwischen Nord und Süd definiert.
Der Zwischenbericht zieht allerdings eine gemischte Bilanz: Auf dem UN-Gipfel vom 20.-22. September 2010 in New York werden wohl nur wenige Erfolgsberichte präsentiert werden können. Das Ziel der Vereinten Nationen, die weltweite Armut bis 2015 zu halbieren, wird nach dem ursprünglichen Milleniumsplan kaum zu erreichen sein. Vielmehr streichen sogar die bisherigen Geberländer ihre Entwicklungshilfen und schieben somit die Erreichung der ziele weiter in die Ferne.
Im September 2010 finden in ganz Deutschland und weltweit zahlreiche Veranstaltungen zu den Milleniumsentwicklunszielen statt.
Freitag, 29. August 2008
Millenniumsentwicklungsziele: Die Geschichte
Im Jahr 2000 haben die Staats- und Regierungschefs aller UN-Mitgliedsstaaten sich im Rahmen der „Millenniumserklärung“ dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2015 den Anteil der in absoluter Armut lebenden Menschen zu halbieren. Aus der Millenniumserklärung wurden 8 konkrete Ziele abgeleitet, die Millenniumsentwicklungsziele (engl. Millennium Development Goals, kurz: MDGs).
Die Millenniumsentwicklungsziele:
Den Millenniumsentwicklungszielen liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die Erreichung der Ziele in der „wechselseitigen Verantwortung“ der reichen und armen Länder liegt und jedes Land seinen Teil hierzu beitragen muss. Die Industrieländer wie Deutschland sind verpflichtet, faire Handelsbedingungen zu schaffen, mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit bereit zu stellen und diese effizienter zu gestalten. Die Entwicklungsländer hingegen müssen den Kampf gegen die Korruption aufnehmen, demokratische und emanzipatorische Prozesse fördern und staatliche Budgets für Infrastruktur und Armutsbekämpfung einsetzen.
Schuldenerlasse und -erleichterungen spielen hierbei eine entscheidene Rolle. Denn durch die hohe Auslandsverschuldung werden viele Entwicklungsländer dazu gezwungen, große Teile ihrer ohnehin schon mageren Steuereinnahmen für die Zahlung von Zinsen an das Ausland zu verwenden. Geld, das notwendig wäre, um Armutsbekämpfungs-, Schulbildungs-, Gesundheits- oder Nachhaltigkeitsprogramme zu finanzieren.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer !