Sonderseite zum G20-Gipfel in London

Am 2. April findet in London der zweite G20-Gipfel statt, der sich mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise beschäftigen wird. Erklärtes Ziel der Staats- und Regierungschefs ist die Verständigung über eine Reform des globalen Finanzsystems. Auf einer Sonderseite haben wir Informationen über den G20-Gipfel und die erlassjahr.de-Forderungen zusammengefasst. Dort werden wir auch über die Aktionen der Zivilgesellschaft am Samstag, den 28. März, berichten:

In London wird es in der Innenstadt eine große Demonstration unter dem Motto ‘Put People First’ geben. Alle weiteren Infos zu dieser Demonstration finden sich hier.

Zeitgleich werden auch in Berlin und Frankfurt/M. Demonstrationen stattfinden, die unter dem Slogan ‘Wir zahlen nicht für eure Krise’ laufen. Informationen dazu finden sich hier.

erlassjahr.de ist auf den Demonstrationen in Frankfurt/M. und London vertreten – wenn auch Sie dabei sein möchten, melden Sie sich bitte im erlassjahr.de Büro unter 0211 46 93 196 oder per e-mail an: buero@erlassjahr.de

G20-Treffen in London: die NGOs kommen auch

Mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, Globalisierungskritikern und Umweltbewegungen, Nord-Süd-Gruppen und viele andere Nichtregierungsorganisationen aus ganz Europa, haben sich am 10./11. Januar 2009 in Paris getroffen. Themenschwerpunkt war die weltweite Finanzkrise. Anwesend waren u.a. Attac, Oxfam, Südwind und Verdi. Auch erlassjahr.de war durch unser Bündnisrats-Mitglied Eva Hanfstaengl vertreten. Als ein Ergebnis des Treffens, riefen die teilnehmenden Organisationen dazu auf, an der für den 28. März in London geplanten Großdemonstration im Vorfeld des G20-Gipfels teilzunehmen: „20 Regierungen dürfen nicht allein über die Zukunft des globalen Finanzsystems und der Weltwirtschaft entscheiden.“ Auch erlassjahr.de plant mit einer Delegation nach London zu reisen, um dort unsere Forderungen nach einem internationalen Insolvenzverfahren lautsark deutlich zu machen. Auf dem Treffen wurde desweiteren die so genannte Pariser Erklärung verabschiedet, die eine grundlegend  Transformation des Wirtschaftssystems fordert. Sie kann hier heruntergeladen werden.

Finanzkrise und Entwicklungsländer: eine Analyse

Die derzeitige globale Finanzkrise hat auch Auswirkungen auf die Entwicklungs- und Schwellenländer. erlassjahr.de hat vor diesem Hintergrund ein neues Fachinfo publiziert, welches unter dem Titel ‘Die Finanzkrise in ihrer Bedeutung für verschuldete Entwicklungs- und Schwellenländer’ die Auswirkungen analysiert. Dabei werden aktuelle Risiken und Chancen beleuchtet und mögliche Folgen skizziert. Sie können das Fachinfo Nr. 19 hier herunterladen.

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Bretton Woods II: wie die Finanzkrise gelöst werden soll

Dass die derzeitige Finanzmarktkrise globale Lösungen benötigt, ist unbestritten. Dass dafür ein Zusammentreffen der Staats- und Regierungschefs von Nöten ist, ebenso. Warum dieser aber nicht im Rahmen der Doha-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung stattfindet, sondern stattdessen fast zeitgleich in Washington, läßt bereits vorab eines durchblicken: die Schwellen- und Entwicklungsländer werden weiterhin nicht als vollwertige Partner akzeptiert und die ‘neuen Lösungen’ der Krise sollen lieber von den Industrienationen unter sich ausgehandelt werden. Doch was genau ist auf dem globalen Wirtschaftsreform-Gipfel (den Bretton Woods II) geplant? Unser europäischer Dachverband Eurodad hat hierzu eine kleine Orientierungshilfe zusammengestellt, die erklärt was geplant wird, was das bedeutet und was Nichtregierungsgruppen dazu fordern.

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