Auf der internationalen Konferenz zu Illegitimen Schulden, die seit Mitwoch letzter Woche mit rund 50 Entschuldungscampaignern aus aller Welt in Quito (Ecuador) abgehalten wird, wurde einhellig beschlossen, der Parlamentarierkampagne wieder verstärkte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Da die Kampagne in den letzten Wochen und Monaten etwas an Schwung verloren hatte und in einigen Ländern bis dato überhaupt nicht auf der Agenda der Entschuldungsbündnisse stand, beschäftigte sich im Rahmen der Tagung eine Arbeitsgruppe mit Repräsentanten der meisten der teilnehmenden Organisationen mit dem Thema. Dabei stand die Nützlichkeit der Kampagne für die Ziele der Bewegung zur Diskussion und die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, die Aktion weiterzuführen, angesichts der derzeit lediglich knapp 250 Unterzeichner, die weltweit für die Initiative gewonnen werden konnten.
Es waren sich jedoch alle Teilnehmer darüber einig, dass die Kampagne von großer Wichtigkeit ist – sowohl auf nationaler Ebene, um das Thema auf die Agenden der jeweiligen Parlamente zu bringen, als auch im internationalen Rahmen, um zu demonstrieren, dass ebenfalls ein breiter internationaler Konsens unter den Parlamentariern der verschiedenen Länder bzgl. des Umgangs mit illegtimen Schulden existiert. Deshalb wurde beschlossen, die Kampagne wieder energisch und mit neuer Motiviation voranzutreiben. Als neues Ziel setzten sich die Entschuldungsbewegungen hierbei, bis zum Frühjahrstreffen der Weltbank und des IWF im April 2009 insgesamt 1000 Unterschriften von Abgeordneten rund um den Globus zusammen zu tragen. Zur internationalen Koordination und zum Follow-Up der Bemühungen der einzelnen Bündnisse bildete sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern von Jubilee USA, Jubilee South, Latindadd und Afrodad.
In Deutschland haben bis dato 27 Bundestagsabgeordnete die Erklärung unterzeichnet. Schreiben auch Sie Ihre/n Bundestagsabgeordnete/n an! Mehr Infos hier.